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REISESEITE |
Wo fährt man im September hin, wenn man nicht in den Süden will. Wir haben uns für einen Städtebesuch in Oslo, der Hauptstadt Norwegens, entschieden. Die am Oslofjord gelegene Metropole ist mit rund 500.000 Einwohnern die größte Stadt Norwegens.
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Ein Trip nach Oslo |
Aus dem Internet konnten wir entnehmen, dass in der Woche noch Plätze auf dem Fährschiff nach Oslo frei waren. Also starteten wir mit dem Auto zum Norwegenkai nach Kiel.
Unser Schiff war die MS Color Fantasy ein Schiff der Color Line.

Um 14:00 Uhr starteten wir im Hafen von Kiel. Bereits nachts erreichten wir wildes Meer im Skagerrak und morgens fuhren wir den Oslofjord landeinwärts. Der Oslofjord ist ein ca. 100km langer Meerarm und erstreckt sich von Oslo südlich bis zum Skagerrak.
Oslofjord
Allein im Gebiet um Oslo finden sich ca. 40 Inseln. Viele sind mit den typischen bunten Holzferienhäusern bebaut. Die Bewohner Oslos nutzen diese Sommerhäuser in der wärmeren Jahreszeit, um sich - nach norwegischen Verhältnissen - von dem hektischen Treiben in der Stadt zu erholen. Außerdem laden Dutzende Sandstrände am Festland wie auf den unzähligen Schären rings um den Oslofjord zum Erholen, Schwimmen und Baden ein.
Einfahrt mit der Color Line
Gegen 10:00 Uhr vormittags erreichten wir den Hafen von Oslo. Bereits am Hafen beginnen die Sehenswürdig- keiten der Stadt. Ob das Rathaus am Kai, die Aker Brygge, ein modern umgestaltetes Werftgelände mit Läden und Restaurants, die Festung Akerhus oder die Museums-Insel. Alles ist fussläufig erreichbar. Über die Karl-Johans-Gate gelangt man parallel zum Wasser an der Universität entlang bis zum königlischen Schloss.
Der Hafen von Oslo
Ein besonderes Highlight in der Stadt, was auf keinem Stadtrundgang vergessen werden sollte, ist der Vigelandpark. Im sog. Vigelandsparken werden rund ca. 200 Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland (1869-1943) gezeigt. Er ließ im Frogner-Park diese Anlage als Gesamtkunstwerk errichten. Der norwegische Künstler stellte hier den Zyklus des Lebens in einzigartigen Steinskulpturen nach.
Der Monolith im Vigelandpark
Auf einer Achse von 850m reihen sich in Gruppen mehr als 650 Einzelfiguren aneinander. Diese werden in der Mitte von einem 17m hohen Monolithen überragt. Allein dieser besteht aus 121 Figuren und ist von 36 Figurengruppen aus Granit umgeben. (Internet: www.vigeland.museum.no)
Figurengruppe am Monolith
Unser Besuch auf dem Holmenkollen hat sich leider nicht gelohnt. Der Himmel zog sich zu, das Wetter verschlechterte sich und wir hatten starken Nebel. Von hier oben hat man ansonsten einen fantastischen Panoramablick auf die Stadt und den Oslofjord.
Aussicht am Holmenkollen
Als letztes besuchten wir die Museumsinsel Bygdoy. Hier besichtigten wir das Fram-Museum. All die Reisen der Fram werden im Museum beschrieben und an Gegenständen aufgezeigt. Es wird das Polarschiff gezeigt, mit dem der Polarforcher Fridjof Nansen aus dem Oslofjord in See stach und Kurs auf den Nordpol nahm. Sein Plan war sich von der Meeresströmung an den Pol treiben zu lassen. Deshalb ließ er sich 1893 vor der sibirischen Küste einfrieren. Der Drift misslang und Nansen musste sich zu Fuss auf den Weg machen.
Das Polarschiff Fram
Auch Otto Sverdrup nutzte das "stärkste Schiff" seiner Zeit" im Jahr 1898, um die Region nordwestlich von Grönland zu erkunden. Roald Amundsen startete hingegen mit der Fram zu seiner Südpolexpedition. 1911 stand er als erster Mensch auf dem Südpol.
Unser Schiff heimwärts startete gegen 15:00 Uhr. Es war atemberaubend, wie sich die große Fähre zwischen den kleinen Inseln und Schären hindurch schlängelte.
Fährfahrt duch den Oslofjord
Inseln und Schären im Oslofjord
Eine Kurzreise nach Oslo können wir allen Liebhabern der nordischen Städte, Landschaften und Mentalität nur empfehlen. Die Stadt ist ungefähr von Ihrer Einwohnerzahl so groß wie Dresden und deshalb nicht so hektisch, wie andere europäische Hauptstädte. Wir hatten nicht das beste Wetter, werden aber ganz sicher noch einmal wieder kommen. Allein schon deshalb um den tollen Blick vom Holmenkollen über den Oslofjord zu genießen. Auch einen Besuch im Rathaus, wo jedes Jahr der Friedensnobelpreis überreicht wird, werden wir nachholen.
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EA 2006 |
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