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REISEBERICHT |
Im Juni 2005 reisten wir 3000 km quer durch Deutschland. Unsere letzte Station war dabei Fischland Darß. In der Vorsaison gibt es hier durchaus noch Ruhe und Erholung am Strand, was nach unserer Deutschland-Tour sehr angenehm war. |
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Erlebnisse in Fischland - Darß |
Der Ostseestrand ist hier durch seine Wildheit und Urwüchsigkeit geprägt. Feiner Sandstrand erstreckt sich kilometerlang entlang der Küste. Bereits bei unserer Ankunft zeigte sich das folgende Bild.
Dierhagen Strand
Das Wetter war zwar gut, aber der Wind blies heftig vom Meer und die Temperaturen überstiegen die 20 Grad Celsius leider nicht mehr. Wir mieteten uns deshalb für schlappe 7 Euro einen Strandkorb, um trotzdem den Tag am Strand verbringen zu können.
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Strandkorb im Ostseebad Dierhagen
Im Strandkorb lässt es sich dann den ganzen Tag am Meer aushalten. Bücher lesen, schlafen und Möwen zu gucken ist dann alles kein Problem und obendrein noch sehr erholsam. Man kann natürlich auch baden gehen und Muscheln und Steine sammeln. Wir hatten dazu aber keine Lust.
Den Möglichkeiten sind hier jedenfalls keine Grenzen gesetzt. Man muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass man am Strand bei allem was man tut, Sand in die Schuhe oder sonst wohin bekommt.
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Dierhagen ist seit 1998 staatlich anerkanntes Seebad. Der ehemalige Bauern-, Fischer- und Seefahrerort liegt eingebettet zwischen Ostsee und Saaler Bodden.
Die Gegend wird deshalb auch "Fischland" genannt. Das Fischland erstreckt sich über 13 km von Dierhagen aus über Wustrow bis nach Ahrenshoop. Dierhagen ist so ein idealer Ausgangspunkt für die Entdeckung der Halbinsel Fischland-Darss-Zingst und dem Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft".
Die Umgebung von Dierhagen wird geprägt von steinfreien Stränden, Küstenwäldern, Dünenlandschaften, geschützten Mooren, weiten Wiesen und verschilften Boddenufern.
Charakteristisch für den Landstrich sind auch die "Windflüchter"-Kiefern, die durch die Einflüsse von Meer und Wind bizarre Formen erhalten. Die Küstenwälder werden deshalb hier auch Geisterwälder genannt.
Mehr Infos gibts unter: www.ostseebad-dierhagen.de
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 Düne in Dierhagen
 Geisterwald in Dierhagen
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Sollte nach einem ganzen Tag am Strand der Entdeckersinn wieder zu Tage kommen, dann ist das Ostseebad Ahrenshoop einen Besuch wert.
Bis zum vorigen Jahrhundert war Ahrenshoop noch ein abgelegenes Seefahrer- und Fischerdorf und wurde erst durch die dort entstandene Maler- und Künstlerkolonie bekannt. Diese führte dazu, dass Ahrenshoop schon Anfang des 19. Jahrhunderts zum Ostseebad wurde.
Künstlerblick im Ostseebad Ahrenshoop
Seit 1880 kamen viele Künstler nach Ahrenshoop, um sich von der Schönheit der Landschaft und der Lage des Ortes zwischen Ostsee und Bodden inspirieren zu lassen. Überall in Europa entstanden zu dieser Zeit ebenfalls Künstlerkolonien. Die Maler suchten nach neuen Wegen abseits der Kunstakademien und die so genannte Freiluftmalerei eroberte die abgeschiedensten Orte und eindrucksvollsten Landschaften.
Unter dem Dach von EUROART, der Vereinigung europäischer Künstlerkolonien, präsentiert sich Ahrenshoop heute zusammen mit 12 weiteren solcher Künstlerorten aus ganz Europa,wie z.B. Murnau, Dachau, Worpswede, Oosterbeek (NL), Skagen (DK), Ascona (I), Arvika (S) usw. Weitere Informationen zu diesem Netzwerk der europäischen Künstlerdörfer, die für Kunst und Kultur in malerischen Landschaften und abseits der Städte stehen, gibts im Internet unter: www.artistsvillages.net
Die Maler Paul Müller-Kaempff und Theobald Schorn entwarfen den Ahrenshooper Kunstkaten als Haus für heimische Kunst und Kunstgewerbe, der erstmals 1909 eröffnet wurde. Für die damalige Künstlerkolonie war dies ein bedeutsames Ereignis.
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 Kunstkaten in Ahrenshoop
Bunte Stube in Ahrenshoop
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Das heutige Konzept des Kunstkaten stützt sich auf die Wiederbelebung Ahrenshoops als Künstlerort.
Es werden Sammlungen, Nachlässe sowie Retrospektiven und wechselnde Ausstellungen hier lebender oder zeitweise arbeitender Künstler gezeigt. Schwerpunkte der Expositionen sind die Themen: Natur, Landschaft, Mensch und Meer. Jedes Jahr werden außerdem die Arbeiten vieler Künstler auf der Ahrenshooper Kunstauktion versteigert.

Beispielbilder für Kunstwerke Ahrenshooper Künstler sind die "Baumallee" Ahrenshoop o.J. von Elisabeth von Eichen (1862-1940) und das "Dornenhaus", entstanden in Ahrenshoop 1930 von Franz Triebsch (1870-1950).
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Eine weitere Besonderheit von Ahrenshoop ist die "Bunte Stube" im Zentrum des Ortes. Dieses Geschäft wurde 1922 von Martha Wegschneider und dem Maler Hans Brass gegründet. Aus einem kleinen Laden entwickelte sich das von dem Bauhausarchitekten Walter Butzek 1929 gestaltete rot-weiße Gebäude. Neben Büchern, Kunsthandwerk und Naturwaren zeigt das Kunstkabinett heute auch wechselnde Ausstellungen.
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Weitere Informationen über den Ahrenshooper Kunstkaten, die Ahrenshooper Kunstauktion und die Bunte Stube gibts im Internet unter:
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www.kunstkaten.de
www.ahrenshooper-kunstauktion.de
www.bunte-stube.de
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Uns hat es in Fischland sehr gut gefallen. Unsere Erwartungen haben sich alle erfüllt, wir konnten uns in Dierhagen am Strand ausruhen und entspannen und haben sogar noch etwas in Ahrenshoop über die Kunst erfahren.
Am Strand im Sand
Die Region ist auf jeden Fall für einen Erholungsurlaub bestens geeignet. Es ist aber zu beachten, dass sich die Preise an der Ostsee einem sehr hohen Niveau angepasst haben. Zusätzlich zur Unterkunft bezahlt man in einem staatlich anerkannten Ostseebad noch die Kurtaxe und teilweise extra eine Strandgebühr.
Wer Ruhe und Erholung sucht und sich ausruhen und relaxen will, sollte wie wir in der Vor- bzw. Nachsaison fahren. In der Hauptsaison findet man kaum eine günstige Unterkunft und am Strand ist die Hölle los. Neben den Badesachen sollte man dann allerdings auch warme Sachen und einen Drachen einpacken, denn Wind gibt es hier immer ausreichend.
Ein Ostseeurlaub ist also nicht mehr billig,aber für einen Kurzurlaub in jeder Jahreszeit bestens geeignet. Wir kommen auf jeden Fall mal wieder her.
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EA 2005 |