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REISEBERICHT |
Bericht über einen Besuch im deutschen Auenland. |
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Mecklenburger Seenplatte - Fleesensee |
Mitten in das beschauliches Örtchen Göhren-Lebbin im Herzen der Mecklenburger Seenplatte am Fleesensee wurde eine Ferienanlage für mehrere tausend Urlauber gebaut.
Wir konnten es kaum fassen. Mit so einem Ort hatten wir nicht gerechnet.
Das neue Auenland - ein Golfplatz
Der Blick aus dem Fenster ließ keine andere Möglichkeit zu. Das Land Fleesensee ist ein vom Menschen geschaffenes Auenland, wie J.R.R.Tolkien es nicht hätte besser beschreiben können.
Das Land Fleesensee
Der ganze Ort und das kleine Schloss Blücher sind von mehreren 18-Loch-Golfplätzen umgeben.
Ob Scandinavien oder Schloss-Course, sogar Anfänger dürfen direkt aufs Green.
Schloss Blücher
Dieser neugebaute Ort hat sich in den vergangenen Jahren zum gelungensten und erfolgreichsten Tourismusstandorte des letzten Jahrzehnts in Deutschland entwickelt.
Seit 2000 ist hier das Land Fleesensee zu Hause. Dies umfasst das umgebaute und großartig restaurierte alte Schloß Blücher mit dem Radisson SAS Resort Hotel,
sowie den einzigen Robinson Club Deutschlands, dem familienfreundlichen Dorfhotel, der Fleesensee Spa mit einem Fitness- und Wellnessangebot von 6000 m² und
dem Golf & Country Club.
Auch wir probierten es aus und belegten auf dem Familie-Course und in der Golf-Arena auf der Driving-Range einen Testversuch.
Mit im Durchschnitt 5 Schlägen über Par, stellten wir uns dem 9-Loch-Parcour und der Mittagssonne.

Hintergrundinformationen für Golf-Anfänger:
Ziel des Spiels ist es einen Golfball mit möglichst wenigen Schlägen von einer als Abschlag bezeichneten Fläche in ein
mehrere hundert Meter weit entferntes Loch zu spielen. Das Spielfeld wird Golfplatz genannt und umfasst in der Regel 18 Loch-Spielbahnen.
Für jede Spielbahn (auch „Loch“ genannt) ist ein sogenanntes Par definiert. Dieser Wert steht für die Anzahl an Schlägen, die ein sehr guter Spieler braucht, um den Ball vom Abschlag ins Loch zu spielen.
Bei der Berechnung des Par für eine Spielbahn wird immer davon ausgegangen, daß zwei Putts auf dem Green ausgeführt werden.
Dazu kommt dann eine bestimmte Anzahl von Schlügen für das Spiel vom Abschlag auf das Grün. Diese Anzahl variiert mit der L&aauml;nge des Lochs und die Schwierigkeit, die zusätzlich durch Bunker, Hügel, Wasser usw. gegeben ist.
Hier kommen Bilder von den ersten Versuchen von Abschlag, Fairway und Grün:
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 Probeschläge in der Driving Range
 Abschlag auf dem Fairway
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 Einlochen auf dem Grün
 Sandbunker
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Fachbegriffe:
Ass- "Hole in One": Schlag, bei dem der Ball direkt vom Abschlag ins Loch befördert wird
Double Albatross: 4 Schläge unter Par
Albatros: 3 Schläge unter Par
Eagle: 2 Schläge unter Par
Birdie: 1 Schlag unter Par
Par: für Spielbahn definierte Schlaganzahl
Bogey: 1 Schlag über Par
Double Bogey: 2 Schläge über Par
Triple Bogey: 3 Schläge über Par
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Burg Schlitz
Ein Ausflug führte mit dem Auto in die Mecklenburgische Schweiz zur Burg Schlitz. Der Reiseführer versprach einen riesigen Landschaftspark in der Nähe von Hohen Demzin an der Hautptstraße zwischen Teterow und Waren mit versteckten Denkmälern und Steinsetzungen.
Die Burg Schlitz hat eine wechselvolle Geschichte durchlebt. Ihren Namen hat Sie durch das Adelsgeschlecht der Reichsgrafen von Schlitz genannt Görtz.
Hans von Labes lebte von 1763–1831, war Gutsherr von Karstorf und wurde von seinem künftigen Schwiegervater Johann Eustach von Schlitz (genannt von Görtz)
adoptiert, um seine geliebte Louise Caroline von Schlitz (1774–1832) heiraten zu können. Graf von Schlitz genannt Görtz war 1798 der Initiator und erster Direktor der Mecklenburgischen Landwirtschafts-Gesellschaft.
1806 ließ der Graf den Vorgängerbau, eine heruntergekommene Burg, abreißen und das dreiflügelige klassizistische Herrenhaus von Friedrich Adam Leiblin erbauen.
Nach Unterbrechung durch Kriegseinwirkungen wurden das Herrenhaus und der Park 1824 fertiggestellt und blieb im Familienbesitz. Erst in den 1930er Jahren geriet das Gut nach einem Konkurs in Besitz der Mecklenburgischen Landwirtschaftsgesellschaft und später in den Besitz von Emil Georg von Stauß, den Generaldirektor der Deutschen Bank.
Dieser stellte die Burg sehr früh den Nazis als Versammlungsort und Rückzugsdomizil zur Verfügung.
1945 erfolgte die Enteignung, und das Herrenhaus wurde als Flüchtlingsunterkunft, Schule und Seniorenheim genutzt. In den 1990er Jahren wurde das Herrenhaus saniert und in ein Luxushotel umgebaut.
Zum G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 führte hier das sog. Frauenprogramm her.
Ein besonderes Kleinod des Landschaftsparkes in unmittelbarer Nähe zum Herrenhaus ist der Nymphenbrunnen. 1903 wurde dieser von Walter Schott im Jugendstil entworfen und vermutlich 1932 von Emil Georg von Stauß nach Burg Schlitz geholt.
Es soll aus dem Kaufhaus Wertheim in Berlin im Jahre 1932 hierher ausgelagert worden sein. Ein weiteres Exemplar dieses Brunnens soll noch im New Yorker Centralpark stehen.
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 Hinter der Burg Schlitz
 Am Nymphenbrunnen
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 Wasserspiele
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Mittelpunkt des ca. 80 ha großen Parks bildet das Herrenhaus. Es trennt den Park in einen oberen und einen unteren auf abschüssigem Gelände einen größeren Teich mit Insel umfassenden Bereich.
Bemerkenswert sind die im ganzen Park verteilten 36 Denkmale welche an historische Begebenheiten oder Personen erinnern.
Graf Schlitz ließ diese zur Erinnerung an seine Familie, Schriftsteller und besonders liebgewonnene Menschen seines Lebens und Denkens errichten. Es handelt sich dabei um Obelisken, Säulen, Grotten und Seen.
Dazu zählen viele romantisch angelegten Hünengräber, Stelen, Obelisken, Grotten sowie steinerne Sitzgelegenheiten:
Begrüßungsobelisk am Eingangstor
Eingangsobelisken
Denkmal für Blücher und Wellington im Garten des Herrenhauses
Kapelle
Neugotische Karolinenkapelle, die Hans Graf von Schlitz 1822 seiner Schwiegermutter,
der Reichsgräfin Caroline von Schlitz-Goertz, widmete.
Kriegerdenkmal
Obelisk für die Bildner seiner Jugend
„DEN TREUEN BILDNER SEINER JUGEND SETZTE DANKBAR DIESEN STEIN: H.GRAF SCHLITZ"
Obelisk für Bildner der Jugend
Friedensobelisk
Rheinbundkreuz
Kreuz mit Inschrift: „LIEBET EUERE FEINDE 22 3 1808“ (Datum des Beitritts des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin zum Rheinbund)
Schillerstein
dreieckiger Stein „PLUTARCH ROUSSEAU MONTESQUIEU SCHILLER“ gelagert auf zwei Quadern mit „LICHT“ und „KRAFT“ beschriftet
und dazwischen „EUCH VERDANKE ICH SIE 1824“
Eingangsportal zur letzten Ruhestätte der Grafen von Schlitz
Grabstätte mit Eingangstor und Alexanderkreuz („GLAUBE LIEBE HOFFNUNG 1824“), zwei Gräbern:
„Hier ruhet in Gott“ Friedrich Graf von Bassewitz (* 17. April 1855; † 23. November 1923), Herr auf Burg-Schlitz, und
Rudolph Graf von Bassewitz (* 14. Januar 1885; † 27. Juli 1922).
Eingangsportal
Insel mit Arkadien-Gedenkstein
Findling mit liebender Inschrift für Louise
Luisen von Graeffe-Stein; Pyramidenstumpf „LUISEN DER HOLDEN LEBENSGEFAERTINN IST DIESE ANLAGE GEWEIHET/
LUISEN SEE BENANNT/ 1828“ am Luisensee
Karolinenstein mit Inschrift
Inschrift zu Ehren der Gräfin Schlitz-Goertz

Doppelobelisk für Karl dem Großen und Kaiser Maximilian
Man fühlt sich hier in die Vergangenheit zurück gesetzt und entdeckt überall verborgene Inschriften. Hier gibt es sicher auch noch einige Geo-Caches.
Leider konnten wir dies aber zu unserem Besuch nicht in Erfahrung bringen, werden also sicher einmal wieder kommen.
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Wisentreservat Damerower Werder/Nossentiner Heide
Eine weitere Sehenswürdigkeit der Umgebung ist das Wisentreservat Damerower Werder.
Im Naturschutzgebiet können Naturfreunde Wisente in natürlicher Umgebung beobachten.
Die Halbinsel im Kölpinsee bei Jabel bietet den Wildrindern mit seiner 320 Hektar groszlig;en Waldfläche optimale Lebensbedingungen,
so dass eine Nachzucht kein Problem ist. Etwa zehn Jungtiere werden jährlich geboren.
Damit leistet das Reservat einen Beitrag zur Erhaltung einer Art,
die früher in ganz Europa vorkam und im 19. Jahrhundert nahezu ausgerottet wurde.
Den Zusammenbruch der Wisentpopulation überlebten weltweit nur 54 Tiere,
von denen nur 12 Wisente zur Zucht geeignet waren. Um den Wisent vor dem vollständigen Aussterben zu bewahren,
setzten schon 1923 intensive Rettungsbemühungen ein. Auf diesen Vorfahren gründen sich, dank intensiver Zuchtbemühungen,
die heute wieder ca. 3000 Wisente weltweit.
Wisente im Damerower Werder
In der Geschichte der Wisentzucht kommt Polen eine große Bedeutung zu. Im Bialowieza-Urwald in Polen konnten sich aufgrund der ungewöhnlichen Naturwerten und der Waldgebiete, Wisente in der Natur erhalten.
Schon in der Geschichte sorgten die polnischen Könige sich um die besonderen Tiere. Sie siedelten sogar sogenannte Wächter an,
welche den Urwald beaufsichtigten.
Die Wisentzucht im Damerower Werder begann erst im Jahre 1957 auf Bitten der polnischen Regierung,
sie bei der Arterhaltung der Wisente zu unterstützen. Zum Start zur Wisentzucht auf dem Werder machte das Land Polen diesem Reservat in der damaligen DDR zwei Wisente zum Geschenk.
Beobachter des Schaugeheges
Wisente ähneln äußerlich dem amerikanischen Bison. Sie leben in Herden von bis zu ca. 20 Tieren zusammen.
Drei Herden sind in Damerow zu Hause. Besucher können die bis zu 1.000 Kilogramm schweren Kolosse am besten bei den Fütterungen von Hochständen im Reservat und Schaugehege beobachten.
Seenlandschaft am Werder
Den Damerower Werder umspülen der Kölpinsee und der Jabelsche See.
Zur Halbinsel macht ihn nur eine kleine Landzunge. Hier befinden sich in direkter Nähe zu den Wisentschaugehegen beschauliche Plätze am Wasser, die Ruhe und Erholung versprechen.
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Fazit: Die Mecklenburger Seenplatte hat für alle, ob Faulenzer, Aktiv-Sporturlauber oder fahrende Entdecker, etwas zu bieten.
Auch wer nicht den ganzen Tag im oder am Wasser verbringen will, wird auf seiner Entdeckungstour um die Großen Seen fündig werden.
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EA 2007 |
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